In der Schweiz ist das Trio um Res Wepfer seit zwölf Jahren gern
gesehener Gast auf allen Bühnen und die Theater sind sehr gut
besucht. Naturgemäß tun sich Künstler, deren Programme
in schwyzerdütsch vorgetragen werden, im Ausland etwas schwer.
Aber für uns VorarlbergerInnen, die wir doch jahrelang in die
Migros gefahren sind um einzukaufen und jetzt umgekehrt an jeder Ecke
SchweizerInnen beim Einkaufen, Schilaufen und Wandern in Vorarlberg
begegnen, sollte es eigentlich keine Sprachbarriere geben.
Die Lieder
vom Pfannestil Chammer Sexdeet sprühen vor geistreichem Wortwitz
und handeln von den Auswüchsen der Spaßgesellschaft, von
den Sorgen zerbrochener Hoffnungen, von kleinen Katastrophen, vom
Scheitern und von menschlichen Schwächen. In gekonnt musikalischer
und mimischer Verpackung präsentiert, verzaubert das Programm
mit jener poetischen Patina, die sensiblen und bedächtigen Menschen
zu eigen ist.
Der Begriff Pfannestil ist in diesem Zusammenhang übrigens
kein Haushaltsgerät, sondern ein Landstrich im Raum Zürich.
Chammer ist die Kammer, und Sexdeet relativiert diese soziogeographische
Gebundenheit wieder (seis da ? seis dort = Dialekt sex daa ?
sex deet) und meint zusammenfassend, es kommt eigentlich alles nicht
so drauf an.
Res Wepfer - Gesang, Gitarre
Jeannot Steck - Gesang, Klavier
Philipp Galizia - Gesang, Kontrabass
Pfannestil Chammer Sexdeet

Patina - Die Rechnung bitte
Musikkabarett | SchweizMittwoch, 28.07. | 20:30
